Förderverein für Senioren
 

Historie

Wir haben es geschafft.

Seit einigen Jahren beobachtet Karin Boger (langjährige Gemeinderätin und Sozialreferentin) die Situation in den Altenheimen – sei es am Ort, oder sei es in der Presse. „Es muss doch möglich sein, für Senioren eine positivere Situation zu schafften, war ihr Gedanke.

Im Juni 2002 lud sie verschiedene Fachleute ein, um Möglichkeiten zur Umsetzung des Gedankens zu besprechen: einen Anwalt, eine Steuerberaterin, Sozialpädagoginnen, KommunalpolitikerInnen, die Mitglieder des Agenda-Arbeitskreises Soziales, Gesundheit, Familie. Anschließend besichtigten die Interessenten verschiedene Häuser, so z.B. Eching, Unterschleißheim, Kirchheim-Heimstetten. Im September 2002 stellte Boger dann der Öffentlichkeit ihre Idee vor, eine Art Selbsthilfeprojekt mit Betreuten Wohnungen in Karlsfeld. Das Modell, das heute als Ur-Idee gilt, enthielt folgendes:
Auf einem zentral gelegenen Grundstück ein Haus mit Wohnungen und Gemeinschaftsräumen zu bauen (damals ging man von 15 Apartments aus), und diese Wohnungen zum Selbstkostenpreis zu vermieten. Die Bewohner sollten beim Einzug eine Einlage erbringen, die zur Grundfinanzierung nötig sei. Diese Einlage sollte nach Beendigung des Mietverhältnisses zurückbezahlt werden. Die Betreuung sollte durch eigenes Personal und durch einen mobilen Pflegedienst erfolgen.

Zu dieser ersten Veranstaltung kamen über 100 Personen. Das ermunterte die inzwischen auf etwa 15 Personen angewachsene Planungsgruppe dazu, am 16. Dezember 2002 den Förderverein zu gründen. 35 Personen traten bei dieser Versammlung dem Förderverein bei.

Nach vielen Lichtblicken und Angeboten, die sich jedoch alle wieder zerschlugen, hat im Januar 2009 der Gemeinderat folgendes beschlossen:

Auf einem gemeinde-eigenen Grundstück in Zentrumsnähe will die Gemeinde in den nächsten 2 bis 3 Jahren ein Gebäude im Sozialen Wohnungsbau errichten. Man macht sich die Erfahrungen aus dem Landkreis Starnberg zunutze, wo in einigen Häusern in einem solchen Modell in Betreuten Wohnungen Mieten zwischen 4,50 und 9 € pro Quadratmeter bezahlt werden. Auch in der Gemeinde Haimhausen, ebenfalls im Landkreis Dachau, befindet sich ein Haus mit seniorengerechten Wohnungen derzeit im Bau. Bauträger soll in beiden Fällen die kreiseigene Gemeinnützige Wohnungsbaugesellschaft sein.

Bezug voraussichtlich 2011/2012.

Das war Stand 2009

So ist der heutige Stand:

Nachdem die Firma Eon, vormals Bayernwerk, sich aus Karlsfeld verabschiedet hat und hier keinerlei Gewerbesteuer mehr bezahlt, sondern sogar noch einige Millionen Euro Rückzahlung durchgesetzt hat, steht die Gemeinde Karlsfeld ziemlich arm da. Hinzu kommen enorme Ausgaben für Kinderbetreuungs-Einrichtungen, die die Bundesregierung verabschiedet hat und dadurch immense Kosten auf die Gemeinden zukamen und zukommen werden. Deshalb scheint eine Verwirklichung der Seniorenvilla in weite Ferne gerückt. Erfreulicherweise kümmern sich jetzt Kommunalpolitiker darum, das Projekt doch noch wahr werden zu lassen, nachdem die Finanzierung weitgehend gesichert scheint. "Nur" noch eine Million Euro fehlen. Sie müssten doch aufzutreiben sein.



Moritz Eder   •  Wacholderweg 22  •  85757 Karlsfeld